Warum scheitern meine Beziehungen immer wieder?

<h1>Warum scheitern meine Beziehungen immer wieder?</h1>

Gründe für Beziehungsfrust statt Beziehungslust

Romantik trifft auf Stress, Schmetterlinge auf Langeweile – einer der häufigsten Gründe für das Scheitern einer Beziehung ist der Alltag. Leider bekommt die berühmte rosarote Brille nach etwa einem Jahr zunehmend Löcher. Auf einmal beginnt man die anfangs geliebten Eigenschaften am Partner zu hassen. Wieso aber ist das so?  


Bei Paaren die zur Therapie gehen, sieht man häufig ähnliche Muster. Sie lieben sich, aber sie mögen sich nicht. Klingt nach Widerspruch? Ganz und gar nicht. Denn um mit einem Menschen glücklich zu sein reicht es nicht nur, ihn zu lieben, man muss auch seine Eigenschaften und Ticks mögen. Liebe sitzt tief. Sie lässt sich auch nicht so einfach ausschalten. Umso trauriger ist es, dass die meisten Beziehungen nicht daran scheitern, dass sich Paare entlieben, sondern daran, dass sie sich gleichzeitig zu hassen beginnen. Doch so traurig das ist: es ist ganz natürlich.

Zeit der Lebensabschnittpartner

Es steht außer Frage, dass uns das Aufrechterhalten einer funktionierenden Beziehung heutzutage nicht leicht gemacht wird. Die Gesellschaft wird immer offener, das Intelligenzniveau wächst und mit zunehmendem Alter steigt das Hinterfragen und die Intoleranz für meinen Partner oder meine Partnerin zunehmend an. Alltägliche und um nicht zu sagen lächerliche Banalitäten können uns zunehmend in den Wahnsinn treiben. Oft werfen wir die Nerven weg und beenden die Partnerschaft ohne triftigen Grund. Schließlich leben wir nicht mehr in der Zeit, in der es nur eine lebenslange Beziehung gibt, sondern in einer Zeit der Lebensabschnittspartner.

Wir lernen durch die zahlreichen Trennungen und Scheidungen in unserem Bekanntenkreis unbewusst, dass Beziehungen nicht halten müssen. Wir lernen, dass es immer wieder einen Neustart gibt. Und so können uns schon Kleinigkeiten zu Intoleranz und Verständnislosigkeit führen: „Sie schmatzt immer so beim Essen, wie könnte sie da die Richtige sein?“ oder „Wenn er sich die Hakennase operieren würde, könnte ich es mir nochmal überlegen, aber so...“.

Warum ist das so schwierig zwischen Männern und Frauen?

Das hat damit zu tun, dass das Beziehungsverhalten nicht lernbar ist. Grundsätzlich lernt man Konfliktmanagement in einer Beziehung nicht auf Seminaren oder in Workshops. Sondern man lernt es als Kind, genauer in den ersten 10 - 12 Lebensjahren. Und da auch noch unbewusst.

Kinder beobachten ihre Bezugspersonen und schauen, wie Eltern Konflikte lösen, wie sie in Streits reagieren. Was sind ihre Streitmuster? Als Kind lerne ich: Aha, das ist also ein Konflikt. Es hat dann die Wahl zwischen der Methode des Vaters oder der Mutter, und für eine wird es sich unbewusst entscheiden. All das Gelernte sammelt sich schließlich unbewusst in meinem Gehirn zusammen und es bilden sich bestimmte Landkarten in meinem Gehirn, u.a. eben auch ein Partnerbild wie ich mir meinen Partner vorstelle!

Schutzreaktionen in der Partnerschaft

Es ist ein Bild das ganz strikt in meinem Gehirn festsitzt. Und einige Jahre später suche ich mir dann unbewusst einen Partner aus, bei dem ich annehme, dass ich bei ihm vielleicht etwas bekomme das in meiner Kindheit gefehlt hat (z.B. Zuneigung, Geduld, Ruhe, Temperament...). Oder einen, der ähnliche Verletzungen erlebt hat wie ich.

Einerseits kommt es dadurch dann zu einer unglaublichen Anziehung. Auf der anderen Seite kommt es aber auch zu schmerzhaften Erinnerungen und damit zu Schutzreaktionen. Schutzreaktionen die mir als Kind in schwierigen Situationen geholfen haben und von denen ich unbewusst glaube, dass sie mir auch heute noch helfen (z.B. Trotz, Rückzug...).


Grundsätzlich gilt immer: je bewusster eine Beziehung abläuft, desto steuerbarer ist sie! Und das Haupthandwerk dabei ist die Kommunikation!

Lies HIER, wie du klassische Beziehungsfehler vermeiden kannst!

vor 2509 Tagen
 

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